Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert Ahauser Prostatakarzinomzentrum am
St. Marien-Krankenhaus Ahaus

6. April 2009


Die Deutsche Krebsgesellschaft hat dem neu gegründeten Prostatakarzinomzentrum (Pkz) des Ahauser Krankenhauses ihr Gütesiegel verliehen -
"als erstem im Münsterland", freut sich Chefarzt Dr. Björn Haben.
 
Chefarzt Dr.Björn Haben zeigt das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft für das neue Prostatakarzinomzentrum in Ahaus. Damit gehört die Ahauser Einrichtung zu den ersten vier von 100 Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen, die die hohen Anforderungen an die Behandlungsqualität beim Prostatakrebs erfüllen.



Foto: Grothues
Die Netzwerkbildung war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum zum zertifizierten Zentrum: Regelmäßige Fachübergreifende Tumorkonferenzen - zum Teil per Video mit Strahlentherapeuten in Bocholt - sollen die bestmöglichen Diagnosen und Therapieansätze sichern. 150 Patienten im Jahr.

Haben: "Jeder Patient erhält so die besten Chancen im Hinblick auf das Behandlungsergebnis und die Lebensqualität, weil sehr individuell geprüft wird, ob zum Beispiel Strahlentherapie oder Operation bessere Erfolge verspricht." 
Kooperationspartner sind auch niedergelassene Urologen in Ahaus, Stadtlohn und Coesfeld, Onkologen, Radiologen, Psychologen und Selbsthilfegruppen. Allein im Krankenhaus haben über 100 Mitarbeiter den aufwändigen Zertifizierungsprozess durchlaufen - vom Pfleger bis zum Chefarzt.

Seit 1972 gibt es die Fachabteilung Urologie im Ahauser Krankenhaus. Sie verfügt heute über 36 Betten. Im vergangenen Jahr wurden rund 100 Neupatienten behandelt. In diesem Jahr, so Björn Haben, werden es 150 sein. Die deutliche Steigerung, sei nicht mit einer sprunghaften Zunahme der Erkrankungen zu erklären, erklärt der Leiter des Prostatakarzinomzentrums. Vielmehr trage die verbesserte Diagnostik dazu bei, Krebsfälle früher zu erkennen.
Vorsorge wichtig.

Männer sollten spätestens mit 45 Jahren regelmäßig zur Prostatavorsorgeuntersuchung gehen, rät Haben und bedauert gleichzeitig: "Nur zehn bis 20 Prozent finden die Weg in die Praxen." Dabei sei die Untersuchung völlig harmlos. Vom 50. Lebensjahr an habe bereits jeder zweite Mann Symptome einer Prostatavergrößerung. Eine Operation sei allerdings nur in den späteren Stadien nötig.

"Eine Früherkennung kann einen Eingriff oft vermeiden. Weil ein Prostatakarzinom langsam wächst, lässt es sich bei früher Erkennung gut behandeln," wirbt Dr. Björn Haben für die frühzeitige Vorsorge.
gro
 
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